Pressestimmen

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Ohrfeige



Hanser Verlag  2016


»Khiders Buch ist differenziert und vielschichtig, irritierend, teils poetisch, teils abgründig, berührend, derb oder bitter-ironisch. Es bedarf einer einfühlsamen Lesart, einer Empathie für die Figuren, nach der Fähigkeit unter die Oberfläche zu schauen, statt vorschnell scheinbar naheliegende Schlussfolgerungen zu ziehen. ... Trotz des passagenweise bedrückenden und erschütternden Inhalts hat Abbas Khider einen unterhaltsamen Roman geschrieben. «
Vladimir Vertlib, Die Presse, 5.8.2016

»So drastisch und konsequent allein aus der Sicht eines Flüchtlings hat das bisher noch kein deutscher Autor aufgeschrieben.Khider lässt die Bürokraten verstummen und stattdessen Karim, den "einfachen" Asylbewerber erzählen, was große Politik im Kleinen anrichten kann. Das Ergebnis ist eine Frechheit, eine Provokation, aber eine, über die es sich nachzudenken lohnt, wenn man Fehler nicht wiederholen will.«
Johanna Metz, Das Parlament, 18.4.2016 

»Abbas Khider ist mit „Ohrfeige“ vieles gelungen, das Wichtigste an seinem Roman aber sind: Ehrlichkeit und Humor...«
Kulturnews, 17.4.2016

»Abbas Khiders Buch ist ein aktueller und doch zeitloser Roman.« 
Südwest Presse, 15.4.2016

»Ein aktuelles, trauriges, nachdenkliches aber auch witziges Buch von einem stimmgewaltigen, sympathischen und authentischen Autor.«
Birgit Goormann-Prugger, Süddeutsche Zeitung, 7.4.2016 

»Khiders Roman endet damit, dass ein Freund sich zum religiösen Fundamentalisten radikalisiert, ein anderer ist nach Beginn des Irakkriegs verrückt geworden. Kein überraschender Schluss angesichts der alltäglichen Schikanen durch die Behörden, denen die Asylsuchenden ausgesetzt sind. Und doch zeigt sich die erlittene Zurückweisung anhand dieser Freunde in einer verdichteten Form und macht so die zerstörerischen Folgen von Ab- und Ausgrenzung deutlich. Folgen, die nicht nur für die MigrantInnen selbst, sondern auch für das Aufnahmeland verheerend sind.» 
Rahel Locher, WOZ - Die Wochenzeitung, 7.4.2016

»„Ohrfeige“ ist eine tiefgründige Reise in die Gefühlswelt von Flüchtlingen. Khider gelingt ein humorvoller Zugang zu einem sehr aktuellen Thema.»
Björn Struss, Verdener Nachrichten, 7.4.2016

»Ja, die Rahmenhandlung des Romans ist ernst. Aber Khider hat die unzähligen monologisierenden kleinen Geschichten, die in „Die Ohrfeige“ stecken, mit soviel warmherzigen Details und Humor ausstaffiert, dass selbst die Traurigkeit ihre Schwere verliert und von Poesie überlagert ist.«
Kreiszeitung, 6.4.2016

»Abbas Khiders Roman ist ein wunderbares Stück Literatur – direkt, manchmal recht unbequem, grotesk, schalkhaft, eindringlich, sehr warmherzig, hochaktuell und vor allem eine Ohrfeige!«
Daniela Gundelbacher, Weißes Häuschen, 6.4.2016

»Das Buch ist eine Schmähschrift, die vermutlich Millionen Menschen, denen es zumindest ähnlich geht oder ging wie Mensy, genau so aus sich herausschreien wollen würden. Sicherlich ist hie und da alles ein wenig überspitzt, doch was zählt, ist dass Khider all diesen Leuten eine Stimme gibt. Und allen anderen gewährt er einen Einblick in eine Welt inmitten unserer Gesellschaft, die trotz ihrer tagtäglichen Präsenz viel ferner ist, als man womöglich denkt. Also, lest dieses hochgradig empfehlenswerte Buch, und falls ihr mal wieder einem der Hanseln begegnet, die darüber klagen, wie gut es Migranten doch in Deutschland hätten, und wie viel besser es diesen doch angeblich im Vergleich zu den leidgeplagten Eingeborenen ginge, dann gebt ihnen ein Stück von Abbas Khiders Ohrfeige mit auf den Weg. Oder eine richtige, das schadet auch nicht, sofern es ein paar Augen öffnet.«
Leserkanone, 5.4.2016

»Beim Lesen des Romans habe ich mich oft gefragt, wie charakterfest ich in einer solchen Situation bliebe: von der Flucht geschockt, erschöpft, in einem fremden Land, dauernd in andere Unterkünfte umziehen zu müssen, und dann dieser zermürbend lange Weg durch den Bürokratismus …«
Volker Thiele, Soheit, 4.4.2016 

»Pathos sucht man in Khiders Texten in der Tat vergeblich. Seine Figuren sind keine mitleidheischenden Stereotype, sondern humorvolle Individuen, die den Widrigkeiten ihres Daseins mit Gewitztheit trotzen, so auch Karim Mensy ... Dass Khider einen Flüchtling als Erzählerfigur auserkoren hat, bietet der Leserschaft eine in der deutschsprachigen Literatur unübliche Innensicht.« 
Wissenschaftskompass, April 2016

»Insgesamt gelingt ihm mit seinem vierten Buch ein schmaler Schelmenroman ... Einfach und schnörkellos.«
Shirin Sojitrawalla, Wiener Zeitung, 3.4.2016

»Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation sollte das Werk als „Buch der Stunde“ gelten und für Politiker in Deutschland und Europa eine Pflichtlektüre sein.«
Alia Hübsch-Chaudhry, Milieu, 1.4.2016

»Khiders Sprache ist klar, einfach und treffsicher. Die Szenerien ungeschönt und deshalb so derart glaubhaft.«
Susanne Holzapfel, Münchner Kirchennachrichten, 29.3.2016

»Khider lässt seinen Roman, analog zu seiner eigenen Fluchtgeschichte, um die Jahrtausendwende und 9/11 spielen, doch mit der aktuellen Flüchtlingssituation könnter er kaum aktueller sein.«
Simon Welebil, FM4, 27.3.2016

»Es ist ein Markenzeichen des Autors Khider, drastisch und poetisch zugleich zu schreiben - und auch Bitterböses mit Galgenhumor zu schildern. Das macht seine Bücher gut lesbar, sie sind durchdacht und dabei voller Leben, weder politisch korrekt noch thesenhaft trocken.«
Carsten Hueck, OE1, 27.3.2016

»Wahre Tragik, echte Dramatik kommen bei Abbas Khider nie allein daher, sondern immer Hand in Hand mit einer ihrer sonst oft so entfremdeten Schwestern: der Komik oder der Groteske. Deshalb liest sich Karims schwierige Geschichte wundersam leicht. Bei Khider, als einem von ganz wenigen Autoren, kann man ihr nämlich begegnen: der oft zitierten „unerträglichen Leichtigkeit des Seins“. Es gibt sie wirklich. Aber in der Regel muss erst einer kommen und sie uns zeigen.«
Katharina Granzin, Fluter Magazin, 24.3.2016

»Ohrfeige ist nicht nur wegen seiner Brisanz rund um das Thema Flüchtlinge lesenswert. Es ist wieder diese lakonische Sprache, die typisch für Khider ist. Wie in Der falsche Inder schafft er es wieder, einem düsteren und schwer anmutenden Szenario eine heitere Stimme voll Wortwitz zu verleihen, die berühren und gleichzeitig zum Schmunzeln bringen.«
Buchlese, 24.3.2016

»Dieses Buch ist ein Schlüssel, ein Schlüssel zu einer Welt, von der wir so wenig wissen und die wir doch durch allgegenwärtige Berichterstattung zu kennen glauben. Und es ist ein Stück Literatur – warm, direkt und manchmal komisch. Lesen, unbedingt lesen! Es ist manchmal unbequem – aber Karim hilft.«
Ulrike Renneberg,  Wümme Zeitung, 21.3.2016

»Abbas Khider nimmt kein Blatt vor dem Mund. Die Wahrheit wird jedem-Ja, wie eine Ohrfeige gegeben. Großartig und ein guter Weg blinde, aber auch Menschen, die zu still in einer Zeit von Not sitzen, endlich einmal zu bewegen. Nur ehrliche und wie ich es nenne laut-geschriebene Worte können aufwecken, ändern und Brücken bringen. Viel muss sich noch ändern. Möge es bald geschehen.«
Gedankenlabyrintherin, 18.3.2016

»Ich wünsche diesem Buch viele Leser, insbesondere Leser, die umdenken wollen, umdenken müssen.«
Thomas Außem, Lesenswert, 13.3.2016

»Eine mitreißende Erzählung, und trotz inhaltlicher Schwere: Khider berichtet in heiterem Ton. Auch das kann man von Migranten lernen.«
Michael Berger, HAZ, 12.3.2016

»Man lernt viel aus diesem Buch.«
Rüdiger Safranski, SRF Literaturclub, 08.03.16

»Angesichts der derzeitigen Diskussionen ist es interessant, ab und zu die Perspektive zu wechseln – und zum Beispiel Abbas Khiders neuen, bei aller Drastik und Tragik durchaus komischen Roman 'Ohrfeige' zur Hand zu nehmen.«
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 08.03.16

»Man muss den Autor für seine differenzierten, ungeschminkten Darstellungen loben. Er wagt viel in einer Zeit, da das Thema der Flüchtlinge in Deutschland nicht überlegt, sondern übertrieben polemisch diskutiert wird.«
Sebastian Riemann, Belletristik-Couch, März 2016

«Tatsächlich liest sich "Ohrfeige" leicht und ermöglich trotzdem eine ungewohnte Sicht: die Sicht eines neu angekommenen Asylbewerbers, der überfordert ist durch die komplizierten Behördengänge, die stete Angst davor, abgeschoben zu werden, und die Sprachschwierigkeiten.»
Marina Bolzli, Berner Zeitung, 3.3.2016

»"Ohrfeige" ist sein vierter, und es besteht nicht der geringste Zweifel, dass dieser furiose Monolog, der alttestamentarische Wucht und brillanten Witz in sich vereint, noch in Jahrzehnten Bestand haben wird. Günter Grass ist tot, Martin Walser ist mit seinem Alter Ego beschäftigt, doch Abbas Khider hat den Roman zum alles beherrschenden Thema der Zeit geschrieben, ihm ist der Einbruch der Wirklichkeit in den Roman gelungen.«
Florian Sendtner, MZ, 2.3.2016
 

»Ohrfeige ist bestimmt plakativ und schnoddrig, aber vielleicht muss ein Roman so klingen, wenn sich einer etwas von der Seele schreibt, so unmittelbar und unkomponiert… Man muss Abbas Khiders Sinn für Witz und Situationskomik betonen, denn er konterkariert das Klischee vom „Flüchtlingsroman“.«
Katharina Schmitz, Der Freitag, Ausgabe 9/2016

«Der Text will offenbar nicht mit der Ausländerfeindlichkeitskeule punkten, ebensowenig, wie er Flüchtlinge als sakrosankte Wesen darstellen will. Er höhlt das Asylsystem von innen aus, indem er die viel zu dünnen Außenwände beleuchtet und so die Absurdität des erschaffenen Systems offenlegt... Sehr starke Empfehlung.«
Roland Freisitzer, Sandammeer Zeitschrift, 03/2016

»Sein Roman „Ohrfeige“ kann einen am verkehrten Fuß erwischen, weil es provoziert, ambivalente Gefühle und dadurch Zweifel zulässt.«
Robert Templ, fechila, 1.3.2016

»Abbas Khider ist eine Bereicherung, denn er ist beeindruckend in seiner Art: Er hat einen tollen Humor und auch interessante Einschätzungen. ... Lachen ist für diesen Autor eine Art Waffe gegen Unterdrückung und auch gegen Hilflosigkeit.«
Anne-Dore Krohn, rbb Kulturradio, 29.02.16

»Abbas Khider schafft es – selbst in den Neunzigern geflohen – vor allem die lustigen, traurigen und wirklich schrecklichen Alltäglichkeiten der Flüchtlinge zu beschreiben und fühlbar zu machen.«
Jörg Petzold, FLUXFM, 29.2.2016

»Und so ist Ohrfeige kein emotionales Ausschlachten, sondern ein schalkhaftes Gustieren, ein Schmökern Khiders nach Situationen, die er präzise benennt und mit großer Leichtigkeit und Erzählfreude beschreibt ... Schmunzelnd, auflachend und mit Kopfschütteln liest man das.«
Michael Wurmitzer, Der Standard, 28.2.2016

»In meist knapper, immer kraftvoller Sprache gelingt Khider das Bravourstück, einem ernsten, aktuellen im schlimmsten Sinn sogar real brennenden Thema absurde und so auch komische Seiten abzugewinnen.«
Salzburger Nachrichten, 27.2.2016

»Abbas Khider ... gelingt etwas überaus Erstaunliches: Er schildert eine persönliche Katastrophe auf tragische, nachvollziehbare Weise, bricht sie dann aber immer wieder durch absurden Humor und Witz. Eine überzeitliche Geschichte in einer fast poetischen Sprache.«
Kulturkurier, 25.2.2016

»ein unbedingt lesenswerter Roman aus der bundesbürokratischen Finsternis.«
Antje Weber, SZ, 24.2.2016»

»Ein humorvolles und zugleich ernüchterndes Buch!«
Fritz Radio, 23.2.2016

»Der Roman besticht aber nicht nur wegen seiner thematischen Relevanz. Khider setzt Karims Schicksal raffiniert und humorvoll literarisch um, ohne in Larmoyanz oder Selbstmitleid zu versinken.«
Nicola Steiner, SRF, 22.2.2016 

»Ein Roman, der das Buch der Stunde ist, weil er mitten ins Herz der Flüchtlingsfrage, der Asyldebatte in Deutschland zielt. ... Am Anfang musste ich sofort an Beckett und an Kafka denken. ... Ein Buch, das den Sprachlosen, den Stummgemachten zur Sprache verhilft.« 
Denis Scheck, Druckdrisch, 21.2.2016

»Eine ganz humorvolle, erstaunlich wenig selbstmitleidige Analyse der Situation eines Asylbewerbers in Deutschland.«
Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 16.02.16

»„Ohrfeige“ ist nicht nur ein ganz wichtiges Buch in
dieser Zeit, dank der knappen und ebenso deftigen wie poetischen Sprache Khiders ist es auch ein literarischer Genuss.«
Wolfgang A. Niemann, Buchrezensionen-Online, Feb. 2016

»Abbas Khider ist ein ebenso eindringlicher wie unaufdringlicher, weil nie moralisierender Roman gelungen, der nicht zuletzt durch seine Nähe zu den Figuren und seinen saloppen Ton überzeugt.«
Wolfgang Seibel  ORF, 12.2.2016

»Scharfsinnig, witzig, ironisch, unbequem ehrlich, in Momenten rührend, in anderen bitterböse, immer mit feiner Lakonie erzählt er aus einem deutschen Parallelalltag, den sich trotz all der Nachrichten kaum jemand vorstellen kann.«
Silvia Feist, Emotion, Feb. 2016  

»Ein berührender Roman über ein hochaktuelles Thema mit einem Helden, der sich nicht unterkriegen lässt.«
Oliver Schmidt, NOZ, 11.2.2016

»Eine Empfehlung reicht in diesem Falle nicht aus, diese Geschichte ist ein absolutes Muss.«
Nikolina Serdar-Kissel, Zwischen den Zeilen, 10.2.2016 

»Khider beschreibt eine absurde und traurige Situation mit Wortwitz in einer ebenso knappen wie poetisch-eleganten Sprache. Und trifft uns so mitten ins Herz.«
Sibylle Peine, dpa, 9.2.2016

»Ein überraschend nüchterner und trotzdem nahegehender Roman in der tristen Realität der Flüchtlingsunterkünfte.«
March Hare, Schiefgelesen, 9.2.2016

»Eng an seine eigene Biographie angelhnt, gelingt dem Schriftsteller ein eindringliches Zeugnis darüber, was es heißt, auf der Flucht und in einem Asylland maximal geduldet zu sein.«
Maria Seifert, Kulturmontag ORF, 8.2.2016

»Khider ist ein Meister darin, existenzielle Verzweiflung in kleinen Momenten absurder und anderer Komik zu spiegeln. (…) Es wäre schade, wenn „Ohrfeige“ lediglich als Kommentar zur aktuell ewig scheinenden Flüchtlingsdebatte wahrgenommen würde. Sowieso beschreibt Khiders Roman natürlich eine politisch ganz andere Situation. Gleichzeitig steht dieses Karim-Schicksal, dieses Nie-irgendwo-ankommen-Dürfen, für eine Katastrophe, der viele Menschen wahrscheinlich noch an vielen Orten auf diesem Planeten lange ausgesetzt bleiben werden. Deshalb wird diese Geschichte auch immer wieder neu sein, Gültigkeit erst einmal unbegrenzt. Und da das auf ihre literarische Haltbarkeit hoffentlich ebenso zutrifft, wird es vermutlich nicht nötig sein, die Leute zum Lesen an einen Stuhl zu fesseln. «
Katharina Granzin, Frankfurter Rundschau, 6.2.2016

»Kraftvoll erzählt.«
Katrin Krämer, Radio Bremen, 6.2.2016

»Ich wünsche diesem Buch auch wirklich den Platz 1 auf allen Bestsellerlisten.«
Ute Bauer, 6.2.2016, Radio Paradiso

»Literatur macht sichtbar, was sich den geltenden Übereinkünften nicht fügt. Aus dem fiktionalen Abstand resultiert ihr Erkenntnisgewinn. Und so kann die Fantasie eines bekifften Nachmittags die Augen für die Realität weiter öffnen als tausend Reportagen.«
Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 5.2.2016

»Khiders Figuren sind Entwurzelte, Träumer und Beobachter, Einzelgänger, Poeten ohne Werk ... und Spielbälle eines Schicksals, das überwiegend in einfachen Worten erzählt wird, aber weitaus komplexer ist, als man auf den ersten Blick meinen könnte.«
Hubert Spiegel, FAZ, 4.2.2016

»Erst war der Flüchtling Opfer, nun ist er Täter. 'Ohrfeige' fügt beide Bilder zusammen. Damit ist der deutschsprachige Flüchtlingsroman in der Realität angekommen, seine Figuren sind Individuen, widersprüchlich, Menschen – wie wir.« Sebastian Hammelehle, Der Spiegel, Ausgabe 5, 2016

»Abbas Khider zeigt sich erneut als brillanter Erzähler.«
Katharina Erlenwei, Nürnberger Nachrichten, 4.2.2016

»"Ohrfeige" kommt nun beim großen Münchner Hanser-Verlag heraus, und man darf auch grundsätzlich sagen, dass das Buch viele Leser verdient. Anders als Jenny Erpenbecks unsentimentale Gutmensch-Revue "Gehen, ging, gegangen" und Shumona Sinhas Hardcore-Realismus in "Erschlagt die Armen!" erzählt Khider ausschließlich aus der Perspektive der illegal und mithilfe von Schleppern Einreisenden, die in Deutschland beinah genauso unfrei sind, wie sie es in ihren Heimatländern waren.«
Thomas Andre, Hamburger Abendblatt, 4.2.2016

»Das absolut Großartige an diesem Roman: Karim spricht mit einer unvergesslichen Stimme, er ist ein poetischer Schelm, ein gleichzeitig naiver und bauernschlauer Don Quijote, der einen aussichtslosen Kampf führt gegen die deutsche Bürokratie. ... Abbas Khider hat das Buch der Stunde geschrieben. ... Dieses Buch ist ein zutiefst menschliches, es gibt einem das Gefühl, sogar die Gewissheit, dass wir Menschen treffen, wenn wir von Abschiebung reden, von Kontingenten und von Obergrenzen. Und noch ein letztes Lob: Abbas Khiders Buch hat diese ganze aufgeladene Diskussion nicht mal nötig, seine Figuren könnten ganz für sich stehen, wir Leser werden sein Personal niemals ab- oder zur Seite schieben wollen.«
Michael Bartle, BR2, 3.2.2016

»All seine Bücher durchzieht eine fast kindliche Unbedarftheit, ein schalkhafter Humor.«
Kaspar Heinrich, Spiegel Online, 2.2.2016

»Eine unbedingte Leseempfehlung.«
Ursula May, hr Kultur, 2.2.2016

»Wer verstehen will, was die Flüchtlingspolitik mit den Betroffenen im Inneren anrichtet, muss diese "Ohrfeige" auf das europäische Asylsystem lesen.«
Intellectures, 2.2.2016

»Hochaktuell, einfühlsam, drastisch, lesenswert.«  
Sophie Weigand, Literaturen, 1.2.2016

»Düsteren Passagen wie dieser Prophezeiung Karims stehen satirische bis groteske Episoden gegenüber. Meistens ist es eine Mischung aus beidem. Zwischen Zorn und Heiterkeit liegt auch der Ton. Dabei schreibt der Iraker Abbas Khider ein besonders schönes Deutsch, schnörkellos und poetisch.«
Claudio Campagna, NDR Kultur, 1.2.1016

»Lesenswert und präzise geschrieben, mit einer frischen Prise Galgenhumor.«
Jörn Birkholz, Glanz&Elend, 1.2.2016

»Abbas khider kam als Asylbewerber aus dem Irak, mittlerweile ist er eine der originellsten Stimmen der Zeitgenössischen deutschen Literatur.«
Ullrich Noller, Funkhaus Europa, 1.2.2016

»Ein Schelmenroman mit autobiographischer Grundlage und kafkaesken Zügen (...) Ein brandaktuelles Buch.«
Claudia Dammann, WDR5, 1.2.2016

»Khider liefert einen eindrücklichen Blick in das Labyrinth der deutschen Asylbürokratie. ... Mit trockenem Witz und rauem Ton schildert Khider den absurden Alltag von Flüchtlingen.«
Yasemin Ergin, NDR Kulturjournal, 01.02.16

»Zwei Sätze von Abbas Khider und ich habe eine ganze Filmsequenz im Kopf.«
Jacqueline Masuck, masuk013, 1.2.2016

»Es ist ein Markenzeichen des Autors Khider, drastisch und poetisch zugleich zu schreiben - und auch Bitterböses mit Galgenhumor zu schildern. Das macht seine Bücher gut lesbar, sie sind durchdacht und dabei voller Leben, weder politisch korrekt noch thesenhaft trocken.«
Carsten Hueck, SWR2, 31.1.2016

»Mal zum Schreien komisch, dann ist es auch wieder tieftraurig.«
Gesa Ufer, Radio Eins, 31.1.2016

»Dies dürfte der erste deutsche Roman sein, der aus dem Innern eines Flüchtlingsheims spricht. (…)"Ohrfeige" ist rauer als Khiders Debut "Der falsche Inder", die dort beschriebene Realität  ist uns durch die so genannte Flüchtlingskrise vertrauter geworden, und wieder kann man sagen: Wie gut, dass es diesen deutschen Schriftsteller gibt. «
Renée Zucker, Inforadio rbb, 31.1.2016

»Ohne die Grenzen des Realismus zu überschreiten, schildert Abbas Khider in diesem ebenso eindringlichen wie raffinierten Roman einen Fall, der hochaktuell ist, wenn auch nicht alltäglich." Ursula März, Deutschlandradio Kultur.«
Ursula März, Deutschlandradio, 30.1.2016

»... zutiefst traurige, ärgerliche, lebendige Szenen, die so schnell nicht in Vergessenheit geraten. ... "Ohrfeige" trifft den Leser mitten ins Gewissen.«
Fatma Aydemir, taz, 30.1.2016

»Eine poetische wie provokante irakisch- deutsche Flüchtlingsgeschichte und eine schallende Ohrfeige für all die Bescheidwisser in schwieriger Zeit.«
NDR – 9-Sekunden-Rezension, 29.1.2016

»Es ist das Buch der Stunde.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 28.1.2016

»Das Absurde, überhaupt der ganze Humor in Khiders Erzählung, nimmt einen sofort ein für dieses Buch, genauso wie sein reduzierter Stil und der manchmal rauhe Tonfall.«
Julia Encke, FAZ, 24,1.2016


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Brief in die Auberginenrepublik  

Edition Nautilus 2013


»Amerika hat Junot Diaz und Jhumpa Lahiri. Wir haben Abbas Khider! Der Exiliraker schreibt ein schöneres Deutsch als alle Absolventen des Leipziger Literaturinstituts zusammen.«
Maxim Biller, FAZ

»Abbas Khider ist eine enorme Bereicherung für die deutsche Gegenwartsliteratur.«
Denis Scheck, Büchermarkt, Deutschlandfunk

»Der Autor führt arabische Erzähltradition lakonisch, charmant und mit melancholischem Unterton in die deutsche Literatur über. So gut wie er kann das derzeit kein Zweiter.«
Carsten Hueck, Neue Zürcher Zeitung

»Und wieder einmal ein gutes Buch aus dem Hause Nautilus. Herr Khider kann wirklich fantastisch erzählen ...«
Jörg Petzold, Flux FM

»Ungeheuer spannend.«
Herbertliest

»Sein Kunstgriff, einen Brief ins Zentrum der Geschichte zu stellen, ihn als Katalysator der Handlung zu nutzen, ist literarisch reizvoll.«
Der Spiegel

»Für Khiders zweiten Roman Die Orangen des Präsidenten hagelte es hervorragende Kritiken. In seinem dritten Roman zeigt der Autor erneut alle Qualitäten, die man schon am Vorgänger so sehr geschätzt hat.«
Fabian Stiepert, Leipzig Almanach

»Nach und nach entsteht so ein differenziertes Bild der Situation in Nordafrika und im Nahen Osten in den 1990er Jahren. Gleichzeitig begreift der Leser, was es heißt, als Flüchtling leben zu müssen.«
Fokke Joel, Neues Deutschland Zeitung

»Khider verbindet die arabische Erzähltradition mit der europäischen auf leichtfüßige Weise und würzt sie mit Lakonie und leiser Ironie.«
Gabriela Seidel- Hollaender, UniSPIEGEL

»Unaufgeregt und überzeugend.«
Die Presse

»Der Roman von Abbas Khider ist ein Meisterwerk!«
Lettra TV

»Khiders schlichte Sätze, in denen seine Figuren ihre Biografien fast wie Theatermonologe deklamieren, erzählen viel über die Mechanik des Machterhalts, Allmachts- und Kontrollwahn sowie totalitäre Absurditäten im Reiche Saddam Husseins. »
Steffen Richter, Der Tagesspiegel

... leichtfüßige und doch gehaltvolle und wichtige Geschichte.«
Rainer Moritz, NDR Kultur

»Abbas Khider hat in seinen Büchern viele Erlebnisse verarbeitet. Doch die Form ist ihm immer wichtiger als der Inhalt. Seine Biographie nutzt er – wie viele Autoren – indem er über das schreibt, was er kennt. Dabei geht es ihm darum, zeitlose Literatur zu schaffen und wachzurütteln.«
Leonie Berger,  SWR2

»Abbas Khiders prägnanter und präziser Roman hat kein Wort Zuviel, keins zu wenig. Er zeichnet ein einerseits farbenfrohes und atmosphärisch dichtes Gemälde einer Region, die man sonst nur aus alarmistischen Nachrichtenmeldungen kennt, andererseits seziert er mit kühlem Blick die Strukturen der Diktatur und zeigt auf, warum sie immer wieder so gut funktionieren.«
Gerrit Wustmann, Fixpoetry

»Es gelingt Abbas Khider mit diesem Kurzroman, auf knappen 150 Seiten ein eindrückliches Bild der politischen und sozialen Alltags-Zustände in Nahost um das Jahr 2000 zu entwerfen.«
Sigrid Löffler, Nordwestradio - Literaturzeit

»Ein intelligenter Roman, der in der nüchternen Sprache der Protagonisten die ernüchternde Realität in den Diktaturen Arabiens erzählt.«
Bücher Magazin

»Abbas Khider, der seine Romane auf Deutsch schreibt, hat es sich zum Ziel gemacht, mit seiner Literatur die arabische Lebenswelt abzubilden. Schonungslos, unsentimental, aber nie ohne Ironie, und stets mit dem Grundsatz, nicht einzelne Personen, sondern die Gewaltkultur von Diktaturen zu bekämpfen.«
Anne-Dore Krohn, Kulturradio rbb

«Khiders Leben ist ein bewegtes, eines, worüber sich gut schreiben lässt. Doch es ist auch die Art, wie er erzählt, die ihn als Autoren auszeichnet. Mit einfacher, starker Sprache beschreibt Khider in den Romanen die Schrecken der Gefangenschaft im Irak und der ewigen Flucht als „Illegaler“. Dabei drückt er seine Wut aus über das Regime, die Ungerechtigkeit von Diktatur und Polizei und bewahrt gleichzeitig stets Humor und Hoffnung, ganz gleich wie ausweglos die Situation scheinen mag.«
Inga Barthels, taz, 30. April 2013

«Ein Buch wie dieses ist der Triumph gegen die Barbarei. Abbas Khider hat "das letzte Wort". Er benutzt dieses "letzte Wort" nicht, um zu Parolen zu schreien, um auszurasten und laut zu werden. Er behält ganz kühl die Souveränität gegen die Dummheit der spitzelnden Nachbarn, sadistischen Gefängniswärter, arroganten Frauenunterdrücker. Er löst den Irak aus der heroischen "Achse des Bösen" und macht ihn zur Auberginenrepublik. Das ist großartig gelungen.«
Jan Drees, 1LIVE- Literaturmagazin

«›Die Orangen des Präsidenten‹ waren schon gut, dieser neue Roman ist stärker. Seine intelligente Komposition, die schnörkellose Sprache tragen leicht über die knapp 160 Seiten. Vor allem aber hat der Wahl-Berliner eine richtige Geschichte zu erzählen, und er bricht nebenbei eine eurozentristische Weltsicht auf. Erhielte Abbas Khider den Deutschen Buchpreis, würde das nicht nur den Autor ehren.«
Deutsche Presse Agentur (dpa)

«Voll erzählerischer Kraft, ein Mosaik von Geschichten, präzise, poetisch und knapp die Sprache. Abbas Khider schafft starke Bilder, Bilder von Menschen, in deren Geschichten sich Kriege und das Leben in der Diktatur eingeschrieben haben und die trotzdem den Mut nicht verloren haben. In kleinen grotesken Szenen, komisch, bitter und humorvoll zugleich.»
Christiane Kreiner: hr2

«Ein Briefroman der anderen Art; eine düstere, bestürzende und spannende Geschichte aus einer fernen Welt. Stilsicher und bewegend.»
Ditta Rudle, Buchkultur

«"Brief in die Auberginenrepublik" ist ein Meisterstück (...) Auf nur 156 Seiten entfaltet der Autor ein erstaunlich dichtes Panorama vom Leben in den Diktaturen des Nahen Ostens. Ein Roman, der dabei mit leichter Hand komponiert wirkt, der durchwoben ist mit Sprachwitz, Humor, einer großen Liebe zu seinen Figuren und poetischen Passagen, die den Lyriker in Khider anklingen lassen. Ein Buch mit einem überraschenden Ende, dem hier nicht vorzugreifen ist, ein Buch, das einen begreifen lässt, was den Nahen Osten ausmacht und warum der arabische Frühling noch einen langen Atem brauchen wird.»
Stefan Brams, Neue Westfälische  Zeitung

»In jedem Kapitel lässt Khider einen eigenen Ich-Erzähler sprechen und schafft auf diese so scheinbar einfache und zugleich geniale Weise ein leicht dahingeplaudertes, vielstimmges Tableau der arabischen Gesellschaft ...»
Sabine Vogel, Frankfurter Rundschau

»Das Buch entwickelt eine erzählerische Sogwirkung wie ein Krimi und macht Erfangswelten anschaulich, in die wir sonst selten Einblick haben ...«
Moritz Malsch, Lettretagebuch.de,

»"Brief in die Auberginenrepublik" ist ein schönes und bemerkenswertes Buch, das viele Leser verdient.«
Thomas Andre, Hamburger Abendblatt

»Die zwiespältigste Gestalt des Buchs, das sich elegant in immer höhere Machtsphären schraubt, ist zweifellos der Oberst der Sicherheitspolizei – einerseits Saddams erster Folterknecht, andererseits besorgter Familienvater. Doch nicht besorgt genug, um den humanitären Ungehorsam seiner Frau zu ahnen ... So schlägt dieser beiläufig entlarvende Roman noch im Finale verblüffende Volten ...«
Hartmut Wilmes , Kölnische Rundschau Zeitung

»Kein anderer deutschsprachiger Autor schreibt so luzide und empathisch über die arabische Welt. Und das in einem Stil, der ganz un-arabisch wirkt: Khiders Sprache ist knapp und präzise, dabei schillernd und doppeldeutig – irgendwo lugt immer ein Schalk um die Ecke. Im Vorbeigehen zitiert er arabische oder europäische Geistesgrößen. Und er betätigt sich als Wortarchäologe, verwendet nicht mehr alltägliche Formulierungen wie „alsdann“ oder „die Absicht bekunden“ in absolut stimmiger Verwendung und kontrastiert sie vergnügt mit derbem Jargon. Abbas Khider ist ein Glücksfall, für die deutsche Sprache und die Literatur.«
Dina Netz, WDR 3

»All das ist einfach und unprätentiös geschrieben, dabei aber tiefenscharf in der Bildhaftigkeit, gewürzt mit einer Prise trockenen Witzes. Klar, sein Lebensweg ist eine fast unglaubliche Abenteuergeschichte. Aber Abbas Khider kann mehr, als einfach nur daraus zu schöpfen: Die Schreibweisen, die Perspektiven, die Themen – unter den jüngeren deutschen Autoren ist er einer der Interessantesten.«
Ulrich Noller, Funkhaus Europa

»Das Spannende an diesem Buch ist, dass sieben einzelne und konträre Schicksale in orientalischer Tradition in vielstimmig wechselnden Perspektiven erzählt werden. Das Ergebnis ist ein kurzweiliges und packendes Buch, ein buntes Bild der irakischen Gesellschaft und eine subtile Offenbarung ihrer Katastrophe. Dabei analysiert, kommentiert und klagt Khider nicht. Er erzählt. Gekonnt schlüpft er in die Rolle des jeweiligen Protagonisten und berichtet vom Leben aus dessen Perspektive. (...) Dem Roman seien viele Leser gewünscht, denn empfehlenswert ist er aus mindestens zwei Gründen: er bietet eine gute Unterhaltung und er rüttelt wach.«
Natalia Schyhlevska, Literaturkritik.de

»Vor einer politisch bedrückenden Folie hat Abbas Khider einen hinreißenden Liebesroman geschrieben. Ein klug konstruiertes, ganz leicht und elegant geschriebenes, humorvolles und zutiefst menschliches Buch.«
WDR 5 Literaturmagazin

»Abbas Khiders Roman ist einfühlsam, voller Poesie. In seinem Buch gibt es keine strahlenden Helden, er zeigt Menschen, die alle gebrochen sind und dennoch ihren Humor nicht verlieren, die die Hoffnung niemals aufgeben. Wie Salim, der Held vom Anfang der Geschichte.«
Christine Thalmann: rbb -Bücher und Moor

»Der junge politisch verfolgte Iraker im unfreiwilligen, meist illegalen Exil, das ist das Thema, das Abbas Khider, der 1973 in Bagdad geboren wurde, nun zum dritten Mal auf seine ganz eigene, ingeniöse Weise literarisch behandelt. (...) Auch der ›Brief in die Auberginenrepublik‹ handelt wieder von einem Opfer der grausamen Willkürherrschaft des Diktators Saddam. Aber Salim ist nur der Ausgangspunkt der Geschichte, die Khider multiperspektivisch angelegt hat: (...) So wird Station für Station der Weg nachvollzogen, auf dem der Brief schließlich nach Bagdad gelangt, und zugleich entfaltet das Buch ein Panorama des Alltagslebens in drei arabischen Ländern am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts.«
Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es ist eine große Kunst, die hinter diesem Roman und auch hinter dieser einfachen Sprache von Abbas Khider steckt.« Rainer Moritz ... »Ein erstaunliches Buch, wie überhaupt Abbas Khider ein erstaunlicher Autor ist.« Hubert Spiegel ... »Mit diesem Roman müsste Abbas Khider doch einer der heißesten Anwärter auf den Deutschen Buchpreis im Herbst sein« Denis Scheck
Deutschlandfunk: Büchermarkt - Das Kritikergespräch: Rainer Moritz, Hubert Spiegel und Denis Scheck

»Dieses Buch kann Nasenflügel beben lassen und Härchen hochstehen lassen. Das ist unglaublich berührend (...) Die Sprache ist literarisch, es ist ein Roman, sie ist bisweilen poetisch. Die Sätze sind außergewöhnlich kurz, prägnant, sie treffen immer das, was gesagt werden soll, und sind trotzdem schön und gefühlsvoll. Abbas Khider gibt sowohl den hoffnungslosen Exilanten als auch den wohlhabenden Staatsdienern im Irak Gesichter, Stimmen; es sind Seelen, die auf’s einzelne Pixel herangezoomt werden. (...) Abbas Khider weiß, wovon er schreibt, aber er tut das nicht pathetisch und auch nicht anklagend, sondern, man es kann es lesen: Er tut es grinsend. Und im Buch wird ein Satz zitiert: „Wir Iraker lachen die ganze Zeit, weil wir nicht weinen wollen“ – und das ist dieses Buch.«
Lydia Herms: rbb Radioeins - Favorit Buch

»Sein mittlerweile dritter Roman ist ein furioser literarischer Kettenbrief (...) Es ist absolut bemerkenswert, wenn ein Schriftsteller, der in einer anderen Sprache als seiner Muttersprache schreibt, diese so virtuos zu verwenden in der Lage ist, dass jeder seiner Protagonisten für den Leser deutlich erkennbar mit einem ganz eigenen, individuellen Ton ausgestattet ist, der die unterschiedlichsten ihrer Affekte scheinbar mühelos auszudrücken und zu tragen vermag. Genau dies gelingt Abbas Khider auch in seinem neuen Buch wieder mit geradezu traumwandlerisch-schwerelos scheinender Sicherheit; dabei erweist er sich nach seinem großen Erfolg mit seinem zeitgleich nun auch als Taschenbuch vorliegenden, von der Kritik gefeierten Roman „Die Orangen des Präsidenten“ als Meister des feinen poetischen Mitgefühls und des stillen menschenfreundlichen Humors, der all seine Figuren stets mit bedingungsloser, tröstlicher Sympathie betrachtet. 
Florian Hunger, Psychosemitischer Buchblog

»In dieser genial einfachen Romankonstruktion zeichnet Abbas Khider ein vielstimmiges Gesellschaftsbild. Jedes Kapitel hat einen eigenen Erzähler und dieser, gemäß dem Bildungs- und Erfahrungshorizont der jeweiligen Figur, seinen ganz eigenen Ton. Wenn Khider den Oberst sprechen lässt, der seine Familie liebt, im Dienst aber für grausame Misshandlungen verantwortlich ist, dann schöpft der Schriftsteller aus Erfahrungen, die er mit seinen Folterknechten ganz unmittelbar gemacht hat. Woher er trotzdem die Empathie nimmt, eine solche Figur nicht als monströsen Täter darzustellen, sondern als in sich zerissenen Vertreter der waltenden Verhältnisse, diese Frage zielt in Herz der Überlebens-Geheimnisse dieses Autors.«
Ronald Düker, Literaturen



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Die Orangen des Präsidenten

Edition Nautilus 2011


»Wenn die muttersprachlich deutschen Schriftsteller einen ähnlich präzisen und musikalischen Umgang mit ihrer Sprache pflegten, wäre die deutsche Gegenwartsliteratur um vieles reicher.«
Jens Jessen, DIE ZEIT

»Ein starker, ein bewegender Text, ein Augen öffnendes Buch.«
Denis Scheck, Druckfrisch

»Abbas Khider ist ein unglaublich raffinierter Erzähler.«
Hubert Spiegel, Deutschlandfunk

»Im harten Wechsel von Poesie und Nüchternheit ist Abbas Khider ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der von Dingen erzählt, die unser Vorstellungsvermögen kaum fassen kann.«
Meike Feßmann, Süddeutsche Zeitung

»Seine Prosa ist eine am Menschen interessierte Kunst, die stets darum bemüht ist, das Besondere im Einfachen herauszuarbeiten, das Heitere im Tragischen und das Tragische im Heiteren zu spiegeln.«
Lewis Gropp, Neue Zürcher Zeitung

»Abbas Khiders Roman ist eine Herausforderung. Schön und schrecklich zugleich.«
Martin Ebel, Tages-Anzeiger

»Abbas Khider schreibt auf Deutsch, und das so gut, dass Sie diesen Mann unbedingt für sich entdecken müssen.«
Brigitte 

»"Die Orangen des Präsidenten" ist eines der Bücher, deren Lektüre ein großer Zugewinn ist: Ein schmales Büchlein, in dem man neue Perspektiven kennenlernt, mehr über den Irak und seine Menschen erfährt, und obwohl man damit konfrontiert ist, was es bedeutet, in einer Diktatur zu leben, doch die beglückende Erfahrung macht, welche starke Gegenkräfte Liebe, Menschlichkeit und Humor sind.«
Daniela Weiland, BR LeseZeichen 

»Erstklassiger Roman.«
Wolfgang Herles, Aspekte

»Was Khider zu erzählen hat, ist von einer Wirklichkeit durchdrungen, von der wir gehört haben mögen, die wir aber nicht wahrhaben wollen. Seine Geschichten sind letztlich zu wahr, um schön zu sein, und dass es ihm doch immer wieder gelingt, den Schrecken zu bändigen, ohne die Dinge zu banalisieren, ist seine vielleicht größte Leistung. Das Schwere wird etwas leichter, weil aller Grausamkeit zum Trotz das Menschliche durchsickert und am Ende derart unwiderstehlich die Oberhand behauptet, dass der Roman eine seltsame Mischung aus Beklommenheit und Trost hinterlässt.«
Andreas Pflitsch, Tagesspiegel

»Es geht die Legende, dass nach einem furiosen Debutroman immer ein schwächerer, wenn nicht gar schlechter Zweiter folgt. Nach Szusza Bank straft in diesem Fruühjahr Abbas Khider diese Legende Lügen. Sein zweites Buch ist so eindrücklich, so bestürzend und so reich wie das erste.«
Renée Zucker, rbb

»Aktueller könnte ein Roman nicht sein als Abbas Khiders Buch "Die Orangen des Präsidenten".«
Stern 

»Die größte Stärke dieses Buches ist, wie nah es der totalen Schwäche kommt (...). Abbas Khider selbst saß zwei Jahre in einem irakischen Gefängnis. Nun schickt er seinen Romanhelden Mahdi am Tag der letzten Abiturprüfung hinter die Sonne, wie dieser Ort in der irakischen Umgangssprache heißt, wo die Männer schwach, die Anklagen beliebig und die Orangen nur ein Symbol der Grausamkeit sind.«
Maren Keller, Der Spiegel

»Eigene Erfahrungen des Autors aus dem Gefängnis fließen in dieses knappe, doch präzise geschriebene Buch ein, dessen unprätentiöse Sprache auf den Leser einen Sog ausübt. Ohne zu moralisieren, gelingt es dem Autor, durch die nüchterne Schilderung der zwiespältigen Alltagswirklichkeit jenes Klima der Angst zu rekonstruieren, in dem damals all jene lebten, die nicht zu den wenigen Nutznießern des ›Systems‹ gehörten.«
Wolfgang Günter Lerch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Was Khaled Hosseini mit „Drachenläufer“ für Afghanistan geschafft hat, macht Abbas Khider mit „Die Orangen des Präsidenten“ mit dem Irak.«
Sanja Döttling, Das Magazin

»Abbas Khiders kunstvoll aufgebauter Roman ist ein kleines literarisches und dramaturgisches Meisterwerk – eine gelungene Verbindung aus Entwicklungs- und Schelmenroman und eine faszinierende Parabel auf die menschlichen Makel, die sich unter dem Mantel einer Diktatur ganz prächtig entfalten können. Und zugleich ist das Buch eine kleine Ode an die Freiheit, die Freundschaft und das Leben.«
Margarete von Schwarzkopf, NDR

»In unserer Gegenwart der Revolutionen und Bürgerkriege in Tunesien, Ägypten und Libyen führt dieses beeindruckende Buch in die grausame Wahrheit des Krieges und erklärt die Mentalität der Menschen im ältesten sumerisch-babylonischen Kulturland, dem Irak.«
Verena Auffermann, Deutschlandradio Kultur 

»Versuchte Khider in seinem Erstlingswerk "Der falsche Inder" fast noch ein wenig verkrampft, sein Publikum zu unterhalten, so ist in "Die Orangen des Präsidenten" mittlerweile ein sichtlich gereifter und selbstbewusster Erzähler am Werk. Menschsein und Menschbleiben in Zeiten der Diktatur - nicht mehr und nicht weniger skizziert Khider in seiner gewohnt lakonischen Manier. 
Mit seinem Alter Ego Mahdi Muhsin verleiht der Autor den Millionen politischer Gefangenen weltweit, von deren Existenz man aus den Schlagzeilen weiß, deren Martyrium man sich aber lieber nicht vorstellen möchte, eine mächtige literarische Stimme, die es verdient, gehört zu werden.«
Mascha Dabić, DaStandard Zeiung

»Wer Abbas Khider kennengelernt hat, der weiß, wie sehr bei ihm Lachen und Erzählen zusammengehören. In „Die Orangen des Präsidenten“ erzählt er abwechselnd vom Glück des Heranwachsenden und vom Irrwitz des Lebendigbegrabenseins in Saddams Gefängnis.«
Jörg Plath, ARTE

»Khiders Buch ist mehr als die dahinströmende Doku-Prosa eines Augenzeugen. Die eigene Erfahrung bildet lediglich die Basis für einen gelungenen historischen Roman der Golfkriege, in dem sich Jugenderinnerungen und Gefängnisalltag kapitelweise abwechseln und Todernstes von Humorvollem oft nur durch ein Satzzeichen getrennt ist.«
Christoph Borgans, Zenith Magazin

»Wer wirklich eine wichtige, einmalige Stimme der deutschen Gegenwartsliteratur lesen möchte, der ist mit diesem Roman auf das Beste bedient. „Die Orangen des Präsidenten“ strotzt nur so vor poetischer Kraft, anhand derer es Khider durch und durch gelingt gegen die Depression und Tragik von zwei Jahren Haft anzuschreiben, ohne dabei nach Mitleid zu heischen. Dass dies gelingt, liegt vor allem am rauen, direkten und authentischen Ton, den Khider so problemlos in der Beschreibung des Gefängnisalltags trifft und der korrespondierend mit der poetischen Erzählung von Mahdis Jugend einen so einmaligen Sound ergibt. Die Orangen des Präsidenten ist ein großes Buch, geschrieben von einem Autor, der bereits in jungen Jahren zu einem sehr eigenen Stil gefunden hat.«
Fabian Stiepert, Leipzig Almanach

»Abbas Khider gelingt das Unmögliche, aus den Abgründen der Menschheit erschafft er eine wunderbare, wenn auch traurige Geschichte.«
Karolin Langfeldt, I-REF Magazine 

»Abbas Khider ist ein unterhaltsamer Schreiber, emotional, lustig, naiv, aber nah an seinen Figuren.«
Alexander Kohnen, Die Welt

»Khider schreibt auf Deutsch. Arabisch, die Sprache seiner Folterer, will er nicht mehr benutzen, sagt er. Umso beeindruckender sind die schnörkellosen Sätze, mit denen er die Gräuel der Folter genauso lebendig werden lässt wie die Besonderheiten der irakischen Kultur.«
Jan Ehlert, NDR Kultur

»Khiders eigene Erfahrungen fließen in diesen eindrücklichen Roman mit ein und zeigen eine persönliche Sicht auf das kriegserschütterte Land. Abbas Khider erzählt kurz und knapp- fast bedauernswert knapp, denn zu erzählen hätte es garantiert noch vieles gegeben.«
Berner Zeitung

»Zwei Jahre voller Folter, Grausamkeit, Hunger, Dreck und Einsamkeit, zwei Jahre ohne Kontakt zu seiner Familie. Diese Hölle überlebt Mahdi nur durch die Macht der Fantasie, die Kunst des Erzählens und vor allem die Kraft der Erinnerung. Und so erzählt Abbas Khider in „Die Orangen des Präsidenten" mit viel Liebe und Humor eine zweite Geschichte, nämlich die einer schiitischen Kindheit und Jugend im Irak der 80er Jahre.«
Echo Magazin


»Die Erfahrungen, die der Adelbert-von-Chamisso Förderpreisträger 2010 in seinem autobiographischen Roman so eindrucksvoll schildert, sollten alle wachrütteln, die immer noch vor Despoten die Augen verschließen.«
Heribert Hoven, Landshuter Zeitung

»Das formal spielerische seines ersten Romans hat Khider beibehalten und transformiert. In Die Orangen des Präsidenten geht es beim Erzählen chronologisch vor und zurück. Doch die Beweglichkeit, die sich dadurch einstellt, färbt nicht auf die Stimmung des Buches ab. Die Orangen des Präsidenten ist ein ernstes Buch. (...) Es scheint, als ob Khider in den einzelnen Passagen Menschen aus seiner Erinnerung porträtiert und ihnen ein literarisches Denkmal setzen will: für Sami etwa, den Ersatzvater und Taubenzüchter, und für Shruq Fridon, der sich nach drei Monaten im Gefängnis umbringt.«
Hans-Peter Kunisch, Kulturaustausch

»Dem Autor ist eine durchgehend mitreißende Erzählung gelungen, in der das Leiden vermischt wird mit den Skurrilitäten des Alltags und der Fantasie als uneinnehmbarem Land.«
Profil Magazin

»Vielleicht versteht man dadurch auch mehr, warum die Jasminrevolution stattfindet und Menschen ihr Kostbarstes, ihr Leben, im Kampf gegen Gaddafi und Assad opfern.«
Wolfgang Demleitner, Oberpfälzer Wochenzeitung

»Das wunderbar erzählte Werk schärft das Verständnis für die Geschichte und Gegenwart des Irak.«
Kai Agthe, Thüringische Landeszeitung

»Abbas Khider gelingt das Unmögliche: Er verbindet tiefste Tragik und größtmögliche Leichtigkeit. Er konterkariert die Gnadenlosigkeit eines Folterregimes mit dem Witz eines Schelmenromans: überzeugend, ergreifend und virtuos komponiert.«
hr2-kultur Libretto

»„Die Orangen des Präsidenten“ ist ein trauriges, nachdenklich stimmendes, stellenweise aufwühlendes Buch.«
Beat Mazenauer, Literaturkritik

»Abbas Khider ist eine Ausnahmeerscheinung und Bereicherung der deutschen Literaturlandschaft.«
Goethe-Institut Internetredaktion

»Khiders sehr persönliche und bewegende Schilderungen entblößen das Schreckensregime von Saddam Hussein.«
Die Presse

»Anrührend, drastisch offen und immer wieder augenzwinkernd lässt Khider Mahdi seine Geschichte erzählen. Dabei wechselt er fließend zwischen dem Alltag und dem der Gefangenschaft, wodurch ein wohltuender erzählerischer Ausgleich in einer Lektüre des oft unfassbaren entsteht.«
Jana Kühn, Bücher Magazin

»Die Orangen des Präsidenten sind eines von den Büchern, die alle zusammen helfen können, den Irak und seine Nachbarländer irgendwann zu verstehen. Ganz sicher ein wichtiges Buch.«
Michael Schweizer, Kommune Magazin

»Er schaffte es, seine unsäglich furchtbaren Erfahrungen in eine bewegende und sehr beeindruckende Erzählung zu verwandeln, in welcher sich Leid mit der Skurrilität des Alltags und der durch andere Menschen nicht zerstörbaren eigenen Würde und Fantasie vermischt.«
Kölner Magazin

»Khiders Erzählung gibt den Blick frei auf den Sumpf oder vielmehr den Untergrund der herkömmlichen Staatlichkeit des Nahen Ostens, sie zeigt den Terror, die Willkür und die Verrohung.«
Oliver M. Piecha, Jungle World

»Der in Berlin lebende Abbas Khider vermittelt in "Die Orangen des Präsidenten" ein Gefühl für den arabischen Aufstand.«
Grete Götze, Berliner Zeitung 

»Khider hat ein Buch geschrieben, das mit seiner unverstellten Sprache berührt. In dieser Einfachheit liegt eine Aufrichtigkeit, die selbst Folterszenen erzähl- und lesbar macht.«
Uli Müller, Financial Times Deutschland

»Kaum zu glauben, dass das geht: in einer anschaulichen und warmherzigen Sprache von Dingen zu erzählen, die unser Vorstellungsvermögen kaum fassen kann. Die Foltermethoden des Saddam-Regimes hat der deutsch-irakische Autor selbst erfahren. Im harten Wechsel von poetischen Alltagsszenen und Szenen aus der Gefangenschaft erzählt er von der Grausamkeit des Menschen, aber auch von seiner Widerstandskraft.«
Börsenblatt

»Ein starkes Buch hat Abbas Khider geschrieben.» 
Julia Riedhammer, rbb - Stilbruch 

»Es gibt Bücher, die nimmt man in die Hand und kann sie erst wieder weglegen, wenn man die Geschichte zu Ende gelesen hat. Ein solches Buch hat Abbas Khider geschrieben.» 
Christine Thalmann, rbb.TV - Sendung WAS LESEN SIE?

»Diese Geschichten sind eindriglich, anrührend und oft auch komisch. Draus ist wieder ein großer Roman des 1973 in Bagdad geborenen Autors geworden.»
Maria Panzer, Lesart Zeitschrift

»Und immer wieder findet Abbas Khider eine kräftige, einfache Sprache für die Empfindungen seines Ich-Erzählers. "Die Welt außerhalb der Mauern war urplötzlich wieder da, überwältigend in ihrer Einfachheit, eine Welt, die vorher nur noch eine Traumwelt gewesen war." So heißt es, nachdem Mahdi aus dem Gefängnis befreit wurde.»
Drik Knipphals, Tageszeitung

»Nüchtern, direkt, lakonisch, mitunter fast komisch schildert Khider die Erniedrigungen, die Mahdi und die anderen Gefangenen erdulden müssen – und die für viele von ihnen tödlich enden. Der Wahn der (arabischen) Diktaturen, dieser lesenswerte und bewegende Roman attestiert ihn auf seine eigene und persönliche Weise.«
Ulrich Noller, Funkhaus Europa  

»Abbas Khider komponiert eine Novelle aus Rückblenden und Briefen und schreibt die ergreifende Geschichte eines jungen Mannes in Irak zwischen 1989 und 1991.«
Lilian-Astrid Gesse, Neues Deutschland

»„Die Orangen des Präsidenten“ ist ohnehin nicht nur düsterer Kriegsroman oder hartes Gefängnistagebuch wie zum Beispiel Tahar Ben Jellouns „Das Schweigen des Lichts“. Denn Abbas Khider hat einen feinen Sinn für die Absurditäten und komischen Seiten des Lebens.«
Dina Netz, SWR2

»Ein aufsehenerregender Roman, erschreckend, aber doch irgendwie auch poetisch.«
Literaturkurier 

»Der 1973 in Bagdad geborene und seit 2000 in Deutschland lebende Abbas Khider gehört zu den interessantesten Stimmen der jungen deutschen Literatur. Als ehemaliger politischer Häftling im Irak und langjähriger illegaler Flüchtling in den verschiedensten Ländern des Nahen Ostens und Europas hat er nicht nur einen um ein vieles breiteren Erfahrungshorizont als die meisten anderen deutschsprachigen Schriftsteller seiner Generation, sondern kann als Verfolgter, Entwurzelter und Vertriebener mit viel größerer Überzeugungskraft über sich selbst sagen, er habe sich in der deutschen Sprache eine neue Heimat erfunden. Dass Deutsch nicht seine Muttersprache ist, merkt man den sprachschönen, ebenso inhaltsreichen wie formbewussten Texten des studierten Philosophen und Literaturwissenschaftlers dabei in keiner Weise an. (...) Abbas Khider ist in seinem zweiten Roman ein erstaunlich reifer, überaus versierter Erzähler, der scheinbar mühelos eine gelungene Anekdote an die andere reiht und eine Fülle berührender poetischer Bilder für die Schönheit des Lebens findet, die man angesichts des Themas nie antizipieren würde.«
Florian Hunger, Jüdische Zeitung 

»Abbas Khider schreibt faszinierende Bücher der Hoffnung im tiefen Leid.«
Erik Heier, Tip Berlin

Ein großartiges Buch.«
Fauser Magazin

»Ein leises, aufwühlendes Buch über die Willkür einer Diktatur.«
Christine Hager, Saarbrücker Zeitung

»Da stehen einem mal wieder die Haare zu Berge.«
Ellen Pomikalko, Buchmarkt

»Geschickt informiert Abbad Khider in Die Orangen des Präsidenten den Leser über die politischen Zustände in einem Land, das viele nur mit dem harmlos klingenden Begriff „Golfkrieg“ in Verbindung bringen. Seine Geschichte bekommt durch die Wahl der nicht chronologisch aufeinander aufbauenden Kapitel eine Lebendigkeit. Ganz nebenbei erfährt man, dass ein Taubenzüchter in der irakischen Gesellschaft ganz unten angesiedelt ist, die Töchter nicht gerne mit ihnen verheiratet werden und ihre Aussage vor Gericht keine Anerkennung findet.«
Beatrix Alfs, BuchAviso

»Ein schmaler Roman, der die Türen weit öffnet in die jüngste Geschichte des Irak. Hoch politisch, aber auch anrührend, und wie oft funkelt Lebensmut im traurigen Geschehen, gerät die Lektüre unvermutet vergnüglich!«
Buchhandlung Dante Connection

»Literatur ist eine Form der friedlichen politischen Revolution. Sie kann siegen.«
Susanne Rikl, kommbuch.com

»Khiders Buch beeindruckt durch einen schlichten Erzählton, der große Intensität ausstrahlt.«
Journal Frankfurt 

»Bewegend erzählt der preisgekrönte Autor darin von einem Schicksal, das dem politischer Gefangener in vielen Diktaturen gleicht.«
Bayerischer Rundfunk

»Eine Geschichte von Folter und Grausamkeiten, Tauben und Hoffnung (…) eine wirklich mitreißende Geschichte.«
Laila Mahfouz, 431verstäerk e-magazine

»Was für ein atemberaubendes Buch! Und voll der Liebe zur Kreatur.«
Badische Neueste Nachrichten


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Der falsche Inder

abbas khider-der falsche inder

Edition Nautilus 2008

» Khider schlägt stets einen frischen, naiven Ton an. Von Elend und Todesangst auf der jahrelangen Flucht spricht er nur in Andeutungen und nicht, ohne das Tragische mit dem Grotesken zu kreuzen. (...) Dass auf Arabisch verfasste Manuskript, das achtmal die Schrecken eines Flüchtlingslebens zu fassen versucht, dem Deutsch schreibenden Erzähler zugleich vertraut und fremd erscheint, beweist eindrucksvoll Abbas Khiders' Formbewusstsein.«
Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

»Der Roman ›Der falsche Inder‹ liest sich auch als ein ergreifendes Plädoyer für Mitmenschlichkeit, Verständnis und Achtung der Menschenwürde. Ein literarisches Kunstwerk.«
Maria Panzer, Lesart

»Abbas Khider ist angekommen. In einem Land, dessen Sprache er heute beherrscht. So gut, dass er ein Buch geschrieben hat über den langen steinigen Zufallsweg, der ihn letzten Endes nach Berlin führte. (...) Khider erzählt seine Lebensgeschichte im stilistischen Slalom zwischen existenzieller Misere und greller Komik.«
Jens Mühling, Tagesspiegel

»›Der falsche Inder‹ von Abbas Khider ist ein radikal unsentimentaler Fluchtreport. Er beschreibt die schmerzhaften und sich über viele Jahre hinziehenden Versuche eines Irakers, nach Europa zu gelangen. (...) Khider ist ein politischer Autor, sein Roman autobiografisch eingefärbt. Zwar hält er sich nicht damit auf, die Verhältnisse im Irak oder in den durchreisten Ländern en detail zu beschreiben, er wirft nur Schlaglichter, aber die sind präzise. Vor allem aber macht er die Perspektive der Flüchtenden plastisch.«
Ines Kappert, die Tageszeitung

»Was für ein tieftrauriges Buch, bei dem man über jede Seite glücklich ist. Das Traurige ist die Realität, von der es berichtet und glücklich ist man über den, der diese Realität bis jetzt überlebt hat und ein künstlerisches Kleinod schuf.«
Reneé Zucker, rbb

»Mit leichtem Ton und feiner Ironie erzählt der in Berlin lebende Exil-Iraker Abbas Khider, 35, diese dramatische Reise immer wieder unter einem neuen Aspekt: Sex, Wunder, Unglücke. Die Konstruktion ist gewöhnungsbedürftig, aber egal, denn gelungen ist umso mehr, wie Khider aus diesem aktuellen Thema unterhaltsamen und überhaupt nicht moralinsauren Lesestoff gemacht hat.«
Marianne Wellershoff, DER SPIEGEL

»Erzählerisch gekonnt wird die Odyssee zerlegt: Jedes Kapitel beginnt wieder in Bagdad, die Fluchtbewegung wird unter verschiedenen Gesichtspunkten immer neu vollzogen und leicht, fast übermütig erzählt. Frauen. Schreiben. Papierklauen.
(...) Erst im Kapitel ›Die Wunder‹ verändert sich der Ton, die dunkle Unterströmung tritt stärker hervor. ›Gesichter‹ suchen ihn heim: Mitgefangene, Fluchtkameraden, Familienmitglieder, die nicht schafften, was ihm gelang: Überleben. Asyl finden. Lachen.«
Sibylle Mulot, Spiegel Special zur Frankfurter Buchmesse 

»In seinem Debütroman erzählt Abbas Khider von einem jungen Iraker, der unter Saddam Hussein im Gefängnis sitzt und anschließend als illegaler Flüchtling eine unmenschliche Odyssee durch viele arabische und europäische Länder durchleidet, bis er schließlich in Deutschland Asyl erhält. Khider tut dies in einer äußerst lebendigen, oftmals lakonischen Sprache, die immer wieder durchdrungen ist von grimmigem Humor. Keine Spur dabei von moralinsaurer Schwere, die sich bleiern auf den Leser legte. Nein, „Der falsche Inder” ist ein radikal unsentimentaler Report aus der Hölle. So ist der Schrecken der Flucht zwar immer präsent, wird aber nie explizit ausgestellt. Es bleibt genug Platz für eine Lebenslust, die ansteckend wirkt, und für viele kleine Beobachtungen, ebenso präzise wie entlarvend.«
Dominik Schweighofer, Süddeutsche Zeitung

»An manchen Stellen wirkt das Buch ›Der falsche Inder‹ wie eine Reportage, weil Khider einen nüchternen Tonfall anschlägt. Meist jedoch klingt Khiders Ich-Erzählung fast märchenhaft – poetisch und voller wunderbarer Ereignisse. An Märchen erinnert auch die Großzügigkeit, mit der der Autor Zeit und Raum durchquert (...). Khider malt die Schrecken der Flucht nicht sonderlich aus und erzählt sogar von witzigen und aberwitzigen Begegnungen, doch den Ernst und die Härte des Überlebenskampfes spürt der Leser auch so.«
Martina Sulner, Hannoversche Allgemeine Zeitung

»Abbas Khider ist Meister einer grotesken Komik, mit der er sich gekonnt zwischen Lachen und Weinen bewegt.«
Evi Chatzi, SWR International

»Kompliziert und noch dazu sehr real, ein Roman aus unserer brutalen Zeit und ein Autor mit bewundernswerter Kraft und dem Mut zu einem neuen Anfang mit dem Handwerkszeug einer fremden Sprache.«
Mona Naggar, BR Diwan Büchermagazin

»Der Roman ›Der falsche Inder‹ ist ein fantasievolles Spiel mit Erzählstil und Perspektiven. Eine literarische Brücke zwischen Orient und Okzident, auf der sich Traum und Wirklichkeit zu einem Märchen zusammenfügen. Eine Geschichte voller Lebenslust, gewidmet all denjenigen, die eine Sekunde vor dem Tod noch von zwei Flügeln träumen.«
Birgit Eckelt, BR Kulturmagazin Puzzle

»Bemerkenswert ist die Struktur des Textes. Khider berichtet nicht chronologisch, er erzählt die Geschichte seiner Flucht mehrmals und unter verschiedenen Aspekten, achtmal von Bagdad nach München, vom Tempel bis zu Saras Koffer. Auf diese Weise glückt ihm das Kunststück, die Geschichte lakonisch und doch mit orientalischer Farbigkeit zu Papier zu bringen, gelingt es, ein schweres Thema mit der Leichtigkeit der Distanz darzustellen. Für uns, die wir hinterm warmen Kachelofen sitzen, ist die Geschichte eine unterhaltsame und mit Gewinn zu lesende Lektüre, eine Beunruhigung allerdings.«
Thomas Bruhn, Neues Deutschland

»Khider beherrscht die deutsche Sprache auf eine besondere Weise. Der poetische Klang seiner Sätze erinnert an die frühen Werke von Emine Sevgi Özdamar. Wie die deutschtürkische Autorin schafft er es, seine Sätze doppelt zu verfremden, arabische Sprichwörter und Redewendungen wortwörtlich ins Deutsche zu übertragen und nicht sinngemäß, so dass unerhörte neue Metaphern entstehen.«
Timo Berger, Junge Welt

»Mal lyrisch, mal lakonisch beschrieben, werden aus den Zufällen Wunder, astrologische Vorherbestimmungen, Anekdoten oder die Schrecken der Erinnerung an die Toten. Auf 160 Seiten entsteht ein anspruchsvoll-dichtes Panorama eines Fluchtschicksals, selten von schrägem Machismus und Wiederholungen getrübt.«
Ingo Anhenn, Interkultur Stuttgart

»Abbas Khider verarbeitet in seinem Roman viele autobiographischen Elemente, wenn er die Geschichte von Rasul Hamid erzählt, der er sein kann, manchmal auch ist – die Geschichte eines Emigranten, eines Flüchtigen, vergleichbar mit den Erzählungen anderer Emigranten, die ähnliche Erfahrungen machen mussten, aber doch wieder eigen und sehr persönlich. Er ist ein schmales Buch, das durch seinen klaren Blick auf die Ereignisse beeindruckt. Manches ist grotesk, manches banal, manches verblüfft.«
Buchkultur 

«Wer hätte gedacht, dass ein Buch über ein so schwieriges und trauriges Thema einem derart das Herz erwärmen könnte, wie es in unserem Fall geschehen ist. Vor diesem Roman und seinem Autor möchte man sich verbeugen.«
Katharina Thiel, Kreuzberg Liest

«Man könnte nun meinen, Abbas Khider habe eine traurige Geschichte geschrieben, einen Roman, bei dem einem die Tränen in die Augen treten. Gelegentlich mag dies der Fall sein. Doch der Autor erzählt in einer solch lakonischen, humorvollen und geistreichen Sprache, die gelegentlich mehr einem modernen Märchen als einem Flüchtlingsroman zu gleichen scheint. So lacht man und freut sich, schlägt das Buch zu und beginnt … nachzudenken. «
Christian Kahnt, Mülheimer Stimmen

»kurzweilig, lakonisch und tieftraurig.« 
Mascha Dabić, daStandard

«Tragik und Komik liegen nahe beisammen in Khiders unsentimentalem Erzählstil, der berüht, ohne Betroffenheit zu heischen.«
Gabriele Fölsche, Frankenpost Zeitung

»Eine eindrucksvolle Schilderung des "alltäglichen" Lebens "illegaler" Menschen ... "Die Länder hatte ich in zwei Gruppen unterteilt", schreibt Khider. "Zur ersten gehören diejenigen, in denen es nur Bilder und Plakate der jeweiligen Früher und ihrer banalen Parolen gab. zur zweiten gehören die Länder, in denen das nicht der Fall war. Da wollte ich hin." Ein Glück für die deutsche Literatur, dass er es geschafft hat.« 
Wolf Dieter Kantelhardt, ef-Magazin

»Die Verwirrtheit, die Schuldgefühle und die Erinnerung an die immer wiederkehrenden, grausamen Erlebnisse, die in Abbas Khiders Seele wüten, sind beim Lesen des Buches hautnah spürbar. Ein bewegendes Dokument über das Schicksal eines Kriegsflüchtlings.« 
Nasner Sigi, Draußen Magazin 

»Dem Text tut das gut, mit klarer, unverblümter Sprache, mit Gespür für Spannung und Ironie und zuweilen irritierender Leichtigkeit schildert „Der falsche Inder“ auswechselnden Blickwinkeln Episoden eines Flüchtlingsschicksals, das wohl nur mit unerschütterlichem Optimismus, Lebenswillen und auch Humor verkraftbar ist. Tragik und Komik liegen nahe beisammen in Khiders lakonischem, unsentimentalem Erzählstil, der berührt, ohne Betroffenheit zu heischen.
Die Resonanz auf „Der falsche Inder“ zeigt, dass Khider damit einen viel versprechenden literarischen Weg eingeschlagen hat.«
Dieter Ungelenk, Neue Presse Coburg 

»„Der falsche Inder“ ist eine gelungene Mischung aus Gesellschaftssatire, Autobiographie und politischer Prosa von hoher literarischer Qualität.«
Gerd Bedszent, Ossietzky Magazin

»Ein kleiner Roman, der große Themen, orientalische Abenteuer, Erotik und Witz mit einer realen Geschichte verbindet, denn der Autor Abbas Khider hat in diesem Buch einen Großteil seiner eigenen Biographie verarbeitet. Beeindruckend.« 
Literaturkurier 

»In seinem ersten Roman „Der falsche Inder“ beschreibt Khider eine... Irrfahrt auf dem Weg in die vermeintliche Freiheit. Dies allerdings mit einem höchst künstlichen Griff: Ein arabisches Manuskript liegt in einem deutschen ICE. Das erzählt auf acht Mal auf ganz unterschiedliche Weise die Lebensgeschichte desjenigen, der sie findet. Kompliziert? Vielleicht, aber auch humorvoll, traurig, stark.«
Szene Hambug Magazin

»Spannend für alle, auch jüngere Leser, die begreifen wollen, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein.« 
Greenpeace Magazin

»Der Autor versteht es dabei meisterhaft mit Nähe und Distanz zum Geschehen und den Gefühlen des Lesers zu spielen und man fühlt sich an keiner Stelle des Buches unangenehm berührt. Es ist vielmehr eine spannende, fast unglaubliche, jedoch sehr glaubwürdige Geschichte, die sich subtil auf 150 Seiten entfaltet. Khider nimmt den Leser mit auf seiner Reise bis zur letzten Seite. Er beweist mit diesem Buch, dass er nicht nur Lyriker, sondern auch ein ausgezeichneter Erzähler ist, der den Gebrauch der Worte und auch der Form virtuos beherrscht. Man ist gespannt auf weitere Werke.«
Sabine Seip, Media Mania 

»Am Ende von Abbas Khiders Roman steht alles wieder auf Anfang. Dazwischen ist eine lesenwerte Geschichte zu entdecken, die ohne mitleiderheischendes Betroffenheitspathos auskommt, weil ihr Autor weiß, dass die Zumutungen, die unsere Zeit für einen großen Teil der Menschheit bereit hält, keiner wertenden Kommentierung bedürfen um betroffen zu machen.« 
Andreas Pflitsch, Lisan Zeitschrift